Freitag, 30. März 2018

Pöstchen #4: Ösophagusbreischluck-Pöstchen

GD

Eigentlich war für dieses »Event« gar kein eigenes Pöstchen vorgesehen, doch sorgten gewisse Umstände dafür, dass es anders kam: Unsere Motivation, einen vollständigen Monatsrückblick zu schreiben, befindet sich weit unterhalb des Nullpunkts, sodass ich mir überlegt habe, einfach ein einzelnes März-Ereignis herauszugreifen und zu posten. Da ich mich für das ungewöhnlichste entschieden habe, gibt es nun ein Ösophagusbreischluck-Pöstchen.

Zum einen hatte ich eine solche Untersuchung bislang noch nie: Beim Ösophagusbreischluck, auch Röntgenbreischluck genannt, wird untersucht, ob sich ein Divertikel (= eine Ausbuchtung) in der Speiseröhre befindet. Diese Untersuchung wurde notwendig, weil mir nun schon einige Male Tabletten im Hals stecken geblieben sind, ohne dass ich es merkte. Erst Stunden später musste ich husten und die Tabletten kamen leicht, jedoch nicht vollständig aufgelöst wieder zurück ans Tageslicht, allerdings ohne Magensäure, sodass klar war, dass sie sich noch im Hals befunden haben mussten.

Die Organisation des Termins gestaltete sich als das reinste Chaos (zahlreiche Radiologie-Praxen bieten diese Untersuchung gar nicht mehr an, so auch meine Standard-Praxis, welche immer die Schädel-MRTs macht), doch die durchführende Praxis hat mich letztlich durchweg positiv überrascht; ich war von dem ganzen Ablauf einfach nur geplättet: Das war der erste Medizinertermin, bei dem ich vor dem eigentlichen Termin drankam. In weniger als einer halben Stunde konnten wir bereits wieder gehen, zudem waren alle Mitarbeiter, mit denen wir zu tun hatten, sehr freundlich und kompetent.

Bei der Untersuchung der Speiseröhre gab es glücklicherweise keine Anzeichen auf eine Ausbuchtung, die dann hätte operiert werden müssen. Die Kehrseite ist allerdings, dass das Steckenbleiben nun vermutlich eine weitere Folge meiner Grunderkrankung ist, gegen die man wenig bis gar nichts unternehmen kann, was anhand der permanent bestehenden Aspirationsproblematik natürlich auch keine positive Situation darstellt. Dennoch ist mir das lieber als eine OP.

Das war es, das erste Pöstchen 2018. Möge es fruchtbar sein und sich rasch vermehren. (Ja, genau.)

Alex und ich wünschen euch frohe Ostern und schicken euch noch ein Bienchen, das wir heute bei der Arbeit beobachten durften und das zweifellos produktiver war als wir hier auf dem Blog: