Donnerstag, 13. Oktober 2016

Rezensionen und die Sache mit dem Moos

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Wir haben keine Ahnung, wie das zugegangen ist, aber irgendwie hat es unser Gedichtband nun schon zum zweiten Mal seit seiner Veröffentlichung in die Top 100 im Bereich E-Books/Lyrik auf Amazon geschafft. Ob da zwei Verkäufe ausreichen, um so weit nach oben zu schießen? *hust* Vielen, vielen Dank jedenfalls an alle, die ihn sich gekauft haben! ♥

Drei Rezensionen hat der Band bislang:

Bereichernd

Emotional, wunderschön und berührend!

Teils verkopft, teils spröde

Die drei Rezensionen sind alle komplett unterschiedlich, was sie für uns besonders spannend und wertvoll macht. Rezension 2 und 3 stammen von Menschen, die wir explizit um Feedback gebeten haben, und zwar von Karo und Suedie. Wir waren uns schon im Vorfeld sicher, dass ihre Eindrücke völlig verschieden ausfallen würden, und eine Freundin fragte mich heute, wieso wir jemanden um Feedback bitten, wenn wir vorher schon wissen, dass die Rezensentin ziemlich kritisch sein wird, und ob uns das nicht eher schadet. Aber: Nein, das sehen wir nicht so. »Beziehungstat« ist ein Band, den wir vordergründig für uns selbst und für treue Wegbegleiter herausgebracht haben. Uns ist wichtig, dass sich Menschen, die zufällig über das Buch stolpern, ein halbwegs differenziertes Bild davon machen können – dazu gehören ehrliche Rezensionen, positive wie kritische.

Ein großes Dankeschön an alle Rezensent_innen! Dass ihr euch die Mühe gemacht habt, uns eine Rezension zu schreiben, ist für uns absolut nicht selbstverständlich. ♥

Zum Abschluss gibt es heute einen neuen Hmpf-Moment und Fotos von einer Herbst-Bastelei von mir. Ich habe unsere kleine blonde Plastik-Fee (wer letzten Sommer unsere mehrteilige Bildergeschichte mitverfolgt hat, kennt sie bestimmt noch :D) in ein Einmachglas gesteckt, ihr einen hübschen Bucheckernkapsel-Hut aufgesetzt und einige weitere Herbstschätze um sie herum verteilt, unter anderem eine gepresste Aster und gepresstes Laub:




Ursprünglich sollte da noch Moos mit rein, aber als ich in der Gärtnerei danach fragte, starrte die Inhaberin Georg erst dezent komisch an, um uns dann mit einem »Da müssen Sie in den Wald« abzufertigen. Ja, genau. Wir fahren nach mehreren Regentagen mit dem Rolli durch den Wald. Das hat mich so was von aufgeregt – in den ganzen Herbstgestecken ist doch auch Moos, das wird vermutlich nicht vom Himmel da draufgefallen sein. Und statt einem »Tut mir leid, dass ich Ihnen da nicht helfen kann« und einer freundlichen Verabschiedung ließ die Frau uns einfach stehen und ging zu anderen Kunden, obwohl diese sie nicht gerufen hatten und sich bislang nur umsahen.

Wie leider recht oft hatte ich hier den Eindruck, dass es in erster Linie darum ging, uns möglichst schnell wieder loszuwerden. »Schaffen Sie den Schwerstbehinderten aus meinem Laden, damit ich und meine anderen Kunden uns nicht mit ihm beschäftigen müssen.« So kam mir das vor, anders kann ich mir so eine extrem unhöfliche Abfertigung nicht erklären. Dabei ist die Frau schon älter, definitiv in einem Alter, in dem die meisten Menschen sich erste Gedanken über Gebrechlichkeit machen.

Und vielleicht lag es genau daran: Die meisten Menschen WOLLEN nicht daran erinnert werden, dass Gebrechlichkeit und/oder Behinderung sie auch jederzeit selbst treffen könnten. Dabei müssten sie so viel weniger Angst davor haben, wenn sie die Betroffenen ordentlich behandeln würden. Ihnen Respekt, Würde und ein Teilnehmen am Leben zugestehen würden. Aber nein, lieber schließen sie sie aus und leben weiter in Angst vor einem Schicksal, das ihnen durch Leute, wie sie selbst es sind, alles nehmen würde.

Hmpf. Schaut euch lieber die Rezensionen an, die sind erquicklicher als Vollhorstmenschen. :D

Oh, und: Wer hat bei der »Sache mit dem Moos« an Geld gedacht? Das wäre uns in jedem Fall wesentlich lieber gewesen. :D

Kommentare:

  1. Huhu. <3

    Ich freue mich für euch, das ihr für euch hilfreiche Rezensionen bekommen habt. Selbst wenn sie kritisch sind, ist eine ehrliche Meinung Gold wert. :)

    Zu der Sache mit dem Moos: Keine Worte. -.- Menschen sind sooo doof manchmal und selbst wenn man diese Meinung hat, kann man doch wenigstens so respektvoll sein und das nicht raushängen lassen. :/

    Das Feenheim ist aber auch so schön geworden. Und der Hut steht ihr. ;)

    <3

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    1. Wuhu! <3

      Genau so sehen wir das auch. :) Einfach, damit auch Leute, die uns nicht kennen und über das Buch stolpern, einschätzen können, ob das was für sie sein könnte oder eben nicht. :)

      DAS. Orr. :/

      Gell! Sie ist auch sehr begeistert. *gg*

      <3

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    2. Wobei es ja auch genug gibt, die keine Rezis vorher lesen. ^^

      Ich sag es ja immer ... Menschen. O.O

      Das ist die Hauptsache!

      <3

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    3. Stimmt, aber bei Gedichten völlig unbekannter Autoren gucken sie evtl. doch mal rein, ehe sie dafür Geld ausgeben (hoffentlich). :D

      Jaa. x__x

      :)

      <3

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