Dienstag, 24. Mai 2016

Hochspannend und märchenhaft: »Rehruf« von Julia Mayer

GD

Kennt ihr die Geschichte von Brüderchen und Schwesterchen? Das Buch »Rehruf« von Julia Mayer greift dieses Märchen auf und bettet es in eine detailliert beschriebene, spannungsgeladene Szenerie ein, die mich voll und ganz gefesselt hat. Auch aufgrund der sorgfältigen, sensiblen Charakterzeichnung bekommt der Roman eine absolute Leseempfehlung von mir.

Bildbeschreibung:

Ein blau gemustertes Cover mit weißer und schwarzer Schrift,
über dem Titel ein schwarzes tribalartiges Muster,
unten ein kleiner schwarzer Rehbock.

Bildbeschreibung:

Ich im Halbschlaf bei einer Lesepause auf dem Sofa,
auf der Lehne unser »Rehruf«-Exemplar und meine Brille,
dazu ein paar bunte Verzierungen aus Paint.

Der Klappentext:

»Tausend Leben will ich dir geben, nur wandeln kannst du nicht auf alten Wegen. Bist du mein, bist du’s für immer. Bist frei und wild vorm Himmelsschimmer. Komm und ich trage dich über den Fluss, doch kennen wirst du nimmer eines Menschen Kuss.«

Trink nicht vom Fluss, es sei denn du musst dem Tode entkommen. Inga ist dazu verflucht, ihr Leben als Rehdoppel zu verbringen. Fern von ihrer Familie, verwandelt sie sich beim ersten Morgenlicht in ein Reh und kann erst bei Anbruch der Dunkelheit in ihren Menschenkörper zurückkehren. Sie ist zwar dem Tod entronnen, aber ihre neue Existenz birgt Gefahren und Verlockungen, auf die Inga nicht vorbereitet ist.


Julia Mayers Schreibstil ist kunstvoll, teils geradezu magisch, und spinnt sich wie ein filigranes Netz um die übervolle Emotionspalette, derer die Autorin sich bedient. Mal humorvoll, mal dramatisch, aber immer tiefgründig hat Julia Mayer ein Buch erschaffen, das ich euch gerne ans Herz legen möchte. Ich bin behinderungsbedingt ein sehr langsamer Leser, wie ihr wisst, und es ist keine Seltenheit, dass ich ein halbes Jahr für ein Buch dieser Länge benötige. »Rehruf« dagegen hatte ich in etwas über zwei Monaten ausgelesen, was bei mir eher selten vorkommt.

Hier seht ihr noch ein bisschen Fankunst: ein »Rehruf«-Lesezeichen, das Alex für Julia Mayer gebastelt hat, obwohl sie das Buch selbst bislang erst etwa zur Hälfte kennt:



Ich empfehle dieses Buch allen, die Alex’ »Schwester golden, Bruder aus Stein« mochten, und bin mir sicher, ihr werdet auch an »Rehruf« Freude haben! Nun freue ich mich schon auf »Nachtsang«, eine Kurzgeschichte von Julia Mayer zu den Rehdoppeln aus »Rehruf«, und natürlich auch auf »Fuchsnacht«, einen ganz neuen Tierdoppel-Roman, an dem die Autorin derzeit arbeitet.

Kommentare:

  1. Huhu! <3

    Der Empfehlung kann ich mich nur anschließen, ich finde das Buch auch super und erwarte "Fuchsnacht" schon mit Spannung. Generell schätze ich den Schreibstil der Autorin.

    Das Bild von deiner Lesepause ist cool! Du siehst total entspannt aus! *g*

    Liebe Grüße! <3

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    1. Das freut mich! <3

      Und natürlich, man muss ja chillen, um die Lesekräfte wieder aufzuladen. *gg*

      Liebe Grüße zurück! <3

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