Sonntag, 24. April 2016

Leuchten bei Tchibo

AD

Es geht weiter mit unserer sentimentalen Reise – diesmal leuchtend und warm:

Die Fußgängerzone in der Innenstadt ist sowohl shoppingtechnisch als auch kulturell Ulms Zentrum. Es gibt eine große Einkaufspassage, die sich vom Hauptbahnhof bis zum Ulmer Münsterplatz zieht und die große Geschäfte wie C&A, Hugendubel oder die Galeria Kaufhof beherbergt, sowie viele kleine, heimelige Seitengassen, in denen es speziellere Geschäfte gibt. In einer dieser Seitengassen gibt es zum Beispiel ein Tattoo-Studio, in dem sich mein jüngerer Bruder das Tattoo hat stechen lassen, das er von mir zum 18. Geburtstag bekommen hat.

Auf dem Weg vom Hauptbahnhof zum Ulmer Münster gibt es in der Deutschhausgasse eine Tchibo-Filiale mit Kaffee-Bar, in der Georg und ich zusammen waren, kurz nachdem wir 2007 ein Paar geworden waren. Wir hatten Silvester und Neujahr (Neujahr ist ja unser Jahrestag) gemeinsam verbracht, es war einer der allerersten Januartage und insgesamt das erste Mal, dass wir als Paar in der Ulmer Innenstadt unterwegs waren. (Zuvor haben wir uns übrigens im Drogeriemarkt Müller gemeinsam Epiliergeräte gekauft, Georg ein lila-pinkes und ich ein grün-weißes, falls das irgendwen interessieren sollte. *gg*)

Es war schon dunkel, als wir an diesem Abend in die Tchibo-Filiale kamen, und irgendwie fühlte sich für uns alles an wie verzaubert. Wir hatten weder als Freunde noch als Paar jemals auch nur annähernd eine rosarote Brille auf, noch nicht mal in Bezug aufeinander, dazu waren unsere beiden Leben durchweg zu krass. Und dennoch lag ein Zauber auf diesem Abend, besser kann ich es nicht beschreiben. Die meisten Geschäfte waren noch weihnachtlich dekoriert und erleuchtet, wir haben im Tchibo Kaffee getrunken und Kuchen gegessen; ich meine mich zu erinnern, dass ich Russischen Zupfkuchen hatte und Georg sagt, er hatte eine Lütticher Waffel, aber ganz sicher sind wir uns da nicht mehr. In unserer Erinnerung hat dieser Tchibo-Besuch jedenfalls … geleuchtet. Das passt ebenso gut wie der Zauber.

Auch in »Frei wie verkrüppelte Tauben« spielt diese für uns so besondere Tchibo-Filiale eine Rolle: Dort führen Romy und Tick ihr erstes richtiges Gespräch mit dem dritten Hauptcharakter des Romans, nachdem er sie am Hauptbahnhof angesprochen hat. In der Platzgasse, wo Romy wohnt, gibt es zudem noch eine weitere, kleinere Tchibo-Filiale, in der insbesondere Romy und Tick regelmäßig ein und aus gehen.

Und hier die zugehörigen Fotos:

Blick auf das Ulmer Münster von der Hirschstraße (Einkaufspassage) aus

Blick auf die Tchibo-Filiale in der Deutschhausgasse
 
Images by Freepik