Donnerstag, 14. April 2016

Eine sentimentale Reise

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Heute habe ich gleich drei schöne Nachrichten für alle, die sich auf Frei wie verkrüppelte Tauben freuen.

Zum einen kann man den Roman schon seit Dienstag im Shop des Ka&Jott Verlags vorbestellen. Er kostet 10,90 € und Vorbesteller zahlen KEINE Versandkosten. Ich habe selbst bereits die Exemplare für meine Angehörigen bestellt und bin völlig begeistert, wie einfach und kundenfreundlich der Shop ist. Die Bestellung ist auf Rechnung möglich, geliefert wird nach Erscheinen des Buches im Mai. Und hier geht es lang, wenn ihr das Buch vorbestellen möchtet: Klick!

Dann gibt es heute endlich die erste kleine Leseprobe aus dem Roman für euch. Im Design des Covers (weiß mit bunten Tropfen darauf) werden der Verlag und ich euch nun bis zum Erscheinen von Frei wie verkrüppelte Tauben regelmäßig kleine Zitate zeigen. Den Anfang macht jene Stelle, die zugleich auch der Romananfang ist (die barrierefreie Version folgt direkt nach dem Zitatbild):


Der Text – wie gesagt auf weißem Hintergrund mit bunten Tropfen:

Sie konnte nicht atmen.
Das Jahr war erst ein paar Wochen alt, es hätte sich rein und weiß und unbefleckt anfühlen sollen, doch es fiel ihr mit der Wucht einer Bombe in den Weg, richtete sich vor ihr auf und legte ihr die Hände um den Hals, grob und eindeutig.
Eindeutig.
Alles war eindeutig. Sie stürzte zum Fenster, riss es auf und schnappte verzweifelt nach Luft. Der Körper, in dem sie lebte, sank nach minutenlangem Kampf erschöpft an der Wand entlang auf die weißen Fliesen.
Ihr Bad war klein.
Ihr Leben war klein.
Ihr Leben gehörte ihr noch nicht.
Ihr Leben gehörte Roman, und alle liebten Roman.

ALEXANDRA DICHTLER – FREI WIE VERKRÜPPELTE TAUBEN

www.kj-verlag.de

Mein Name und der Buchtitel sind in derselben Schriftart gehalten wie die Schrift auf dem Cover: Großbuchstaben in Schwarz, die an geradlinige Pinselstriche erinnern.

Und zuletzt gibt es heute ein Foto, das ich gestern nach einem Termin in Ulm aufgenommen habe. Wie ihr ja schon wisst, haben Georg und ich beide über fünf Jahre in Ulm an der Donau gewohnt, vier davon zusammen – in dieser Zeit ist die Urversion von Frei wie verkrüppelte Tauben entstanden, und genau dort, in unserer ersten gemeinsamen Heimat Ulm, spielt der Roman.

Deshalb möchten wir euch in den nächsten Wochen mit auf eine sentimentale Reise nehmen: eine Reise durch unser Ulm (und teils Neu-Ulm, wo der jüngste der wichtigen FWVT-Charaktere lebt). Ich werde euch Fotos von den Schauplätzen der Geschichte zeigen (mit kleinen Infos, wo ihr Platz im Roman ist; natürlich absolut spoilerfrei in Bezug auf die Handlung), die allesamt auch für Georg und mich eine persönliche Bedeutung haben und uns teils zurück in eine Zeit führen werden, in der Georg noch keine Pflegestufe hatte und weitgehend selbstständig leben konnte. Darum der Titel, der auch ein eigenes Label bekommt.

Wir haben ihn dem japanischen Starfotografen Nobuyoshi Araki »geklaut«, dessen legendärer Bildband Sentimental Journey seine Hochzeitsreise mit seiner früh verstorbenen Ehefrau zeigt. Der Titel wurde (teils noch vor Arakis Bildband) auch bereits für ein von mehreren Künstlern interpretiertes Lied sowie Alben verschiedener Musiker verwendet, sodass wir sicher sind, dass es in Ordnung geht, dass wir ihn eingedeutscht ebenfalls für unsere Reise benutzen.

Das Eröffnungsfoto lässt euch in die Ulmer Platzgasse blicken, wo Romy wohnt:


Eine kleine, aber belebte Einkaufspassage mit liebevoll und warm wirkenden Klein- und Kleinstläden. Mehrere Menschen, welche die Gasse entlangspazieren, sind von hinten zu sehen, links und rechts die Geschäfte, die ich etwas bearbeitet habe und deren Dächer darum in Pink (Georg: »Beere!«) erstrahlen. Einzelne Elemente der Häuser leuchten in Grün, andere in einem zuckrigen Rosa, im Hintergrund ein Stück blaugrauer Himmel – und dort oben eine auffliegende Taube mit ausgebreiteten Flügeln. Ein tolles Bild für den Roman, finde ich; ich wünschte, wir hätten eine hochwertigere Kamera. Aber auch so ist es okay. Und wenn die Platzgasse als Reisestation an der Reihe ist, gibt es das Foto natürlich auch noch einmal in den Originalfarben zu sehen.

Die erste Station der sentimentalen Reise führt euch zuvor aber an den Ort, an dem Tick und ich uns zum ersten Mal begegnet sind. Bis dahin! ♥

Kommentare:

  1. Hey, da habt ihr euch aber wirklich was tolles einfallen lassen :D

    Und, meine liebe Alex - wow, einfach nur wow. Dieser Abschnitt... ich verneige mich virtuellerweise vor dir. Ehrlich. Ich habs in der Sbahn gelesen heute und war irgendwie so total "Boah, fuck, die Frau kann _dermaßen_ schreiben."

    Das Bild ist auch sehr toll, mit welchem Programm hast du das denn bearbeitet?

    Und, nochmal kurz zum Cover, und fass das bitte als Kompliment auf, denn als solches ist es gemeint. Mich erinnert das irgendwie total an eine Mischung aus "Die Raupe Nimmersatt" und "Shades of Grey" von Jasper Fforde (mein absolutes Lieblingsbuch). Ich liebe ja den Stil von der Raupe Nimmersatt und Shades of Grey hat auch so ein buntes Cover, das... ja, ich finds toll :)

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    1. Aww, das freut uns voll! :) Und wir freuen uns auch einfach total auf die Fotos und das Erinnern und alles. :)

      Und - whoa, tausend Dank!

      Bearbeitet habe ich zuerst mit Picasa (Kontrast) und dann mit Gimp (Farben und Rahmen). Wie cool, dass du es magst! =)

      Und - HERZ! Shades of Grey von Jasper Fforde kenne ich zwar nicht, hab aber gerade das Cover gesucht - meinst du dieses hier?

      http://ecx.images-amazon.com/images/I/51NDH3mZEYL._SY344_BO1,204,203,200_.jpg

      Irgendwie gibt es da mehrere, die aber alle was Cooles haben, finde ich. :) Und - die Raupe Nimmersatt! Ach, Herz. <3

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