Samstag, 20. Februar 2016

Leider noch mal ein Mängel-Post

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Seit gestern weiß ich leider: Dass Books on Demand auch Mängelexemplare an zahlende Kunden (und damit an den Buchhandel) schickt, scheint eher die Regel als die Ausnahme zu sein.

Lexi hat gestern bereits ihr zweites Mängelexemplar von Codewort: Puls von Books on Demand bekommen und umgehend wieder zurückgeschickt. Verzogener Buchrücken, verzogenes Cover:


Und das, nachdem sie auch von Sein Artist erst mal ein Mängelexemplar erhalten hatte. Da kam aber immerhin beim zweiten Versuch ein korrektes Buch. Jetzt muss sie auf ihr drittes Codewort: Puls-Exemplar warten und hoffen, dass Books on Demand in diesem dritten Anlauf endlich ein fehlerfreies Exemplar schickt. Nun arbeitet Lexi allerdings als angehende Buchhändlerin, ist also direkt vor Ort in der Buchhandlung. Kunden, die für diese Reklamationen mehrfach zum Buchladen laufen müssten, würden nach solch einem Theater vermutlich eher abspringen und das Buch gar nicht mehr kaufen – und das ist ihr gutes Recht.

Ich begreife nicht, wie Books on Demand solche Exemplare an zahlende Kunden versenden kann. Mir gegenüber äußerte sich Books on Demand wie folgt (der Text ist direkt aus der Mail kopiert):

Bei der von BoD angewandten Pruduktion kommt es zu Produktionsbedingten Abweichungen beim binden und beim Endschnit von 1-2 Millimeter.
Unsere Produktion ist bemüht diese Abweichung möglichst gering zu haltenn, kann aber nicht verhindern das es zu Abweichungen kommt.

Zwei Millimeter wurden bei keinem meiner Codewort: Puls-Mängelexemplare überschritten, darum bekomme ich dafür von BoD keinen Ersatz. Meinen Plan, einige Exemplare Buchbloggern anzubieten, kann ich daher vergessen; das würde einfach absolut unprofessionell wirken. Darum habe ich meine Mängelexemplare verschenkt, wie ihr hier nachlesen könnt. Den Rest spare ich mir. Ich habe nicht genug Geld und vor allem nicht genug Kraft für eine erneute Bestellung von Eigenexemplaren, die ich zwar vergünstigt, aber natürlich nicht umsonst bekomme, und das erneute Zittern, ob die Exemplare denn diesmal korrekt sind. Schaffe ich einfach leider nicht, und bezahlen kann und will ich auch nicht schon wieder. Keine Chance.

Weil es mir aber nach wie vor sehr wichtig ist, dass kein zahlender Kunde ein Mängelexemplar aufgedrückt bekommt, möchte ich heute ein weiteres Mal Fotos zum Vergleich posten. Alles in allem rate ich jedem, der einen E-Book-Reader hat, sowohl Sein Artist als auch Codewort: Puls nur als E-Book zu kaufen. Beide E-Books sehen toll aus und haben bereits viel Lob von Lesern bekommen. Wer die Bücher aber unbedingt im Regal stehen haben möchte (wie ich selbst ja auch), sollte bitte, bitte hierauf achten (und seid versichert, kein guter Buchhändler wird erwarten, dass ihr ein Mängelexemplar annehmt und bezahlt):

Sein Artist



Codewort: Puls



Danke fürs Lesen!

Kommentare:

  1. o.o :/

    Dass du auf den Mist keine Lust mehr hast, kann ich gut verstehen! Wie schon im anderen Post geschrieben, bin ich froh, dass du sie gut losgeworden bist. (Ansonsten hätte ich mir aber auch vorstellen können, die Buchblogger einfach zu fragen, ob sie damit einverstanden gewesen wären.)

    Ärgerlich, so etwas. Zum Glück kann man auf die jeweiligen Ebooks ausweichen.

    Ich hoffe, du ärgerst dich nun, da die Exemplare unter die Leute gekommen sind, nicht mehr zu sehr! <3

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    1. Also, es deprimiert mich schon, dass nun im Grunde jeder, der sich das Buch bestellen mag, gar nicht sicher weiß, ob er auch ein korrektes bekommt. Aber ich hab gar nicht mehr genug Kraft, mich über so etwas längerfristig aufzuregen.

      Hauptsache, die Empfänger haben sich gefreut! <3

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