Montag, 8. Februar 2016

All, Meer, Schwein, Schlumpf

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Und los geht’s mit der Lesezeichen-Aktion Always yours. Ich stelle nun erst einen Menschen und dann sein zukünftiges Lesezeichen vor, berichte anschließend noch von ein paar bislang unbekannten Hintergründen zu der Geschichte (bzw. den Geschichten), auf die sich das Lesezeichen bezieht – und du piepst einfach ins Kommentarfeld, was immer du möchtest, wenn du dich/dein Lesezeichen erkannt hast. Go!

Du …

• hast im Alter von etwa vierzehn Jahren einen Oneshot zum vierten Alien-Film geschrieben. Diese FanFiction ist die erste deiner Geschichten, an die du dich bewusst erinnern kannst, auch wenn du vom Inhalt leider nichts mehr weißt.
• hast etwa ein Jahr später online zu einer Star-Wars-Community gefunden, wodurch dein Foren-RPG-Spieler-Dasein begonnen hat.
• hast einen festen Partner, mit dem du auch zusammenlebst, und zwei Mäuse. (Also, echte Mäuse, mit Fell und so, keine Kinder. *gg*)
• bist extrem Meer-affin und versuchst, regelmäßig in Meernähe Urlaub zu machen – im Juli 2015 warst du beispielsweise zusammen mit deinem Vater und deiner Cousine an der Ostsee.
• hast während dieses Urlaubs auf Rügen zum ersten Mal Codewort: Puls gelesen, und zwar als eine meiner zwei Testleserinnen.
• musstest während des Lesens mehrfach laut lachen und dann deinem Vater und deiner Cousine erklären, warum du gerade so abgehst. :D
• hast in deinem Testleser-Feedback unter anderem geschrieben, dass du besonders auch die Sexszenen zwischen Douglas und Suey ansprechend fandest, was mich sehr erleichtert hat, da ich weiß, dass du bei so etwas schon einen gewissen Anspruch hast und auch im Sci-Fi-Bereich schon wesentlich mehr gelesen hast als ich. Zwar gehört Suey auch einer Menschenrasse an, aber es ist letztlich doch eine andere Spezies als unsere, und dass du die Unterschiede gut aufgearbeitet und zugleich teils lustig fandest, hat mich später kurz vor der Veröffentlichung extrem beruhigt.
• bist Gastspielerin in einer österreichischen P&P-RPG-Gruppe via Skype.
• hast schreiberisch große Pläne für 2016 und kommst bislang gut voran.
• hast ein rothaariges Mädchen namens Mira als Kopfbewohnerin, das eine besondere Gabe hat und parallel in mehreren deiner Geschichtenuniversen existiert.
• liebst Unternehmungen wie auch Verkleidungen und warst am vergangenen Wochenende, das du seit längerer Zeit geplant hattest, karnevalsbedingt verkleidet unterwegs.

Dein Lesezeichen …

• bezieht sich auf Codewort: Puls und vereint damit zwei Orte, die deinen Weg als Autorin und als Mensch begleitet haben: das All und das Meer. Ar'tinx-I'disk, der fiktive Erdzwilling aus dem Roman, war nämlich ursprünglich eine reine Wasserwelt und ist auch im Hier und Jetzt der Geschichte zu weiten Teilen von einem gigantischen Meer bedeckt, was die Platzknappheit auf dem Planeten mitbedingt.
• hat auf beiden Seiten einen Hintergrund in verschiedenen Blautönen, den ich aus meinem Wandkalender 2015 ausgeschnitten habe und der eigentlich einen nächtlichen Sternenhimmel abbildet, der aber durch die Bildbearbeitung ebenso gut Wasser darstellen könnte, das sich in Bewegung befindet. Um diesen Effekt zu verstärken, habe ich die zwei Seiten, als alles andere fertig war, doppelt mit Klarlack bestrichen und in diesen mit einem Pinsel leichte Furchen eingearbeitet.
• enthält zwei Textstellen aus Codewort: Puls – einmal Georgs Gedicht Fern vertraut und einmal die Stelle, an der Suey Douglas’ wüstensonnengeplagte Haut mit der eines Schweines vergleicht, worauf Douglas ihm an den Kopf knallt, er sähe dafür aus wie ein Schlumpf. Dazu farblich passend ziert das Lesezeichen oben auf jeder Seite ein Knopf in Apricot und Satinbändchen in hellem und dunklem Blau, welche ich durch die Knöpfe gezogen und darüber verknotet habe, sodass die Bändchen ganz oben voneinander abstehen und dadurch wie eine kleine Narrenkappe wirken.
• ist zudem mit echten Muscheln und einem echten Seestern verziert, die ich noch aus Kindheitstagen hatte. Zwar war ich selbst leider nach wie vor noch nie am Meer, habe aber viele, viele Muschel-Mitbringsel von Kindheitsfreunden bekommen, die ich alle aufgehoben habe, sodass es völlig okay ist, mich von einigen von ihnen zu trennen. Auch die Muscheln greifen zum Teil das »Schwein und Schlumpf«-Thema auf: Eine von ihnen ist blaugrau wie Sueys Haut, eine andere apricot wie die Knöpfe – und wie »Rotbraune Haare und milchweiße Haut«-Douglas nach einer gefühlten Ewigkeit in der Wüste Sahara, wo Codewort: Puls beginnt. Die Muscheln habe ich innen mit transparentem Kleber gefüllt und auch außen damit umhüllt (Letzteres gilt auch für den Seestern), bevor ich sie dann ebenfalls mit Klarlack bedeckt habe. Sie sind also relativ robust und können nicht nach innen einbrechen, falls dir das Lesezeichen mal runterfällt oder irgendwas dagegenstößt.
• glitzert. Sehr. In Silber, was für mich irgendwie sowohl für einen hell erleuchteten Sternenhimmel als auch für die Gischt auf dem Meer stehen kann. Auch der Klebstoff rund um die Muscheln und den Seestern erinnert mich ein bisschen an die Gischt am Strand, da sich darin kleine Luftbläschen gebildet haben – war nicht beabsichtigt, finde ich aber sehr, sehr toll, weil es dadurch fast aussieht, als würden die Muscheln gerade frisch an den Strand gespült werden.
• ist auch alles in allem ziemlich robust. Selbst die Knöpfe habe ich auf der Unterseite festgeklebt, damit sie nicht schlackern und den Klarlack beschädigen können. Sollte der Lack je absplittern, kannst du dir einfach selber ein Fläschchen Klarlack (oder alternativ transparenten Nagellack) kaufen und die betreffende Stelle noch mal überpinseln. Auch die Enden der Satinbändchen sind mit Klebstoff und Klarlack behandelt, sodass sie nicht ausfransen oder sich auftrennen können.
• sieht SO aus:






Zum Abschluss gibt es wie angekündigt noch ein paar Hintergründe zu Codewort: Puls, die es in dieser Form bislang an keiner Stelle zu lesen gab:

In Codewort: Puls erzählt Suey Douglas, dass seine Spezies einst im Meer gelebt hat, ehe sie zu der Lebensform wurde, die man heute Menschen nennt. Daraus ergibt sich, dass es auf Ar'tinx-I'disk vielerlei Redensarten und Bezeichnungen gibt, die sich auf dieses Urleben im Meer beziehen. Einige davon gibt es im Roman selbst zu lesen, weshalb ich diese hier ausspare, um niemanden (wenn auch minimal) zu spoilern. Eine andere dagegen möchte ich heute hier (nach einigem anderen) vorstellen – und zwar stammt diese aus Die Liebe ist wie ein Planet im Hals, dem Prequel zu Codewort: Puls, das die Geschichte dreier Charaktere namens Zir, Ver'em und Ke erzählt. Die Protagonisten sind eigentlich »nur« Zir und Ver'em, doch auch Ke spielt immer wieder eine Rolle in Zirs Erinnerung. Zir wiederum hat einen wichtigen Auftritt in Codewort: Puls, er ist also das Bindeglied zwischen den beiden Geschichten.

Von Anfang an ist klar, dass Ke bereits tot ist – Ver'em ist ein Un'hi, ein Pathologe und Bestatter, der mangels einer bezahlbaren Alternative seinen Arbeitsplatz heimlich auch zum Leben und Schlafen nutzt. Kein Zuhause, das diesen Namen ernstlich verdient, und doch der einzige Ort, den Ver'em zu bieten hat, als er den jungen Obdachlosen Zir kennenlernt, der dringend einen sicheren Unterschlupf braucht. Die beiden treffen sich erstmals, als Zir von Ver'em in die Pathologie bestellt wird – und dort erst mal ultimativ ausrastet und um sich schlägt. Denn Zir ist ein Ir'en-Naie Typ III, übersetzt ein Asperger-Autist (da nehme ich mir allerdings ein paar Freiheiten, da das Pulsgehirn ja anders aufgebaut ist als das Gehirn von Erdenmenschen) – und Ke war die erste und einzige Bezugsperson, die er jemals hatte. Dennoch war Zir es, der zuvor seine (Liebes-)Beziehung zu Ke beendet hatte, was schon deutlich macht, dass er enorm lernfähig ist und differenziert denken kann. Wer ihn aus Codewort: Puls bereits kennt, wäre vermutlich gar nicht sofort auf diese Diagnose gekommen – Zir hat (teils leider auf die extrem harte Tour) gelernt, unauffällig zu »funktionieren«, in nahezu jedem Lebensbereich.

Uuuund die Redensart, die ich vorstellen möchte, ist:

Erneut denkt Ver'em nach. Hat jemand aus der Führungsetage Geburtstag? Nein, das wüsste er; in dem Fall wäre irgendein Spaßfischlein angepaddelt gekommen und hätte Geld für ein dämliches Gemeinschaftsgeschenk gesammelt. »Okay, was hab ich verpasst?«

Hihihi. So, lieber Mensch, dem dieses Lesezeichen gehört – sei kein Schnarchwal (SORRY!! :D) und melde dich bitte im Kommentarfeld. ♥

Kommentare:

  1. *piep*meld*kicher*
    Naaa! :D

    Ich finde es toll. Ich herze es an! *.* Das passt so gut und was du dir alles gedacht und wie sich manches dann noch zusammengefügt hat - total cool. *.* Und dann auch noch ein Gedicht von Georg dabei, damit ist's von euch beiden und noch cooler. *hüpf*

    Der Urlaub, das Testlesen ... da werden gleich wieder Erinnerungen wach (und Bedauern, dass dieses Jahr wohl sowas in der Art nicht gehen wird - zumindest nicht so lang; ein Kurzurlaub ist bereits geplant, ganz ohne geht nicht ^^).

    Oh Gott, wenn ich zwei Kinder hätte ... *hust* Neee, die Mäuse reichen. *g*

    Aw. Ich herze herum. :D

    Und eeeigentlich war ja nur ein kleines PIEP gedacht (weil ich eigentlich auf dem Weg ins Bett bin ^^), aber das konnte ich jetzt nicht so stehen lassen. *g*

    Maaah, ich will JETZT in Urlaub. *g* Aber da das nicht geht, freue ich mich nun einfach auf Post und suche schon mal ein Plätzchen für das Lesezeichen.

    *winkt kichernd*
    Gute Nacht!
    <3

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    1. Wuhu! <3 :D

      Aww, ich freu mich voll, dass du dich so freust! *-*

      Schade, dass es dieses Jahr nicht so klappen wird mit dem Urlaub - aber ein Kurzurlaub ist immerhin besser als gar nichts. :) OMG, und ich war echt noch kein einziges Mal im Urlaub. Einmal in einer Herberge im Allgäu, aber das ist ja quasi bei uns um die Ecke. Ich dachte früher immer, eines Tages klappt das schon, aber - nee, ist nicht.

      Ich hoffe, es kommt bald an! *-* <3

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    2. <3

      Hihi.

      Was müsste denn alles gemacht/organisiert werden, dass es doch einmal klappen könnte?

      Hoffe ich auch! Mag es in den Händen halten. *g*

      <3

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    3. *huscht wieder rein*

      Oooh mann!

      Ich bin gerade so unstrukturiert und ein bisschen durch wegen meinem möglicherweise sehr geilen WE und hab die halbe Post noch nicht aufgemacht (wer braucht schon Versicherungsbescheide? :D), aber ... aber ... ES IST DA!!!

      UND ICH LIEBE ES!!!

      Ich habe ja die Bilder schon bewundert, aber so haptisch ist es noch mal viel toller und was mir auch noch total gefällt, ist die Tatsache, dass du solche alten Mitbringsel verwendet hast. Das macht es noch besonderer, weil wir, was solche Dinge anbelangen, ja sowieso unsere Meinung teilen.

      Hach, ich bin gerade ein bisschen übereuphorisch und dann noch so Geschenke dabei, das ist zu viel. :D

      Vielen vielen Dank! <3 <3 <3

      Liebe Grüße! <3
      Jade, die - wie sie schon bewiesen hat - noch weiter mitraten wird, wer die nächsten tollen Lesezeichen bekommt :)

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    4. Waaaaaaah! <3 <3 <3 <3

      Und irgendwie seh ich JETZT erst die Antwort darüber! o.o

      Aaaalso, zum Urlaub kurz: ... Zu viel. Wir kämen mit Rolli UND Gepäck ja nicht mal allein bis zum örtlichen Bahnhof. Auto können wir uns nicht leisten, was bedeutet, wir müssten für jeden kurzen Zwischenweg ein Taxi rufen und bezahlen. Und Reisen mit der Bahn mit dem Rollstuhl ... da haben wir bislang durchweg schlechte Erfahrungen gemacht. Entweder die gebuchten Umsteigehilfen kamen zu spät oder gar nicht, was ganz besonders nett ist. -.- Selbst wenn wir einen Urlaubsort hätten, der völlig frei von Stress aller Art für uns wäre (also vollständig barrierefrei, sowohl die Unterkunft als auch der Ort an sich) - nach der Rückreise wäre der Effekt wieder dahin. Und allgemein - wirklich, wirklich erholsam wäre nur ein längerer Urlaub, und das könnten wir uns ohnehin nicht leisten. Also, für uns ist kein Urlaub definitiv angenehmer, auch wenn es natürlich schon auch schade ist.

      Aber zurück zum Lesezeichen: AWW. *-* <3 Ich WUSSTE, dass du das mit den alten Mitbringseln mögen würdest! <3

      HERZ! <3

      Sehr gerne und liebe Grüße zurück! <3

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    5. Besser spät als nie! o.o :D

      Doof, dass das Reisen mit Rollstuhl so umständlich ist. Sollte ja nicht sein. -.- Ich kann gut verstehen, dass das hemmt, vor allem, wenn man dann nach dem Urlaub gleich diesen Stress hat, der alles konterkariert.

      Hihi, tja, du kennst mich. ;) <3

      <3 <3 <3

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    6. Haha, das sollte bei meiner allumfassenden Lahmheit mein Lebensmotto werden. o.o :D

      Hätten wir ein Auto, wäre es natürlich leichter, aber auch das ist finanziell nicht drin. Dass Menschen mit Behinderungen WIRKLICH gleichgestellt leben können, werden wir vermutlich leider nicht mehr miterleben. Das sehen wir inzwischen echt knallhart so und versuchen einfach, das Beste daraus zu machen, was wir haben.

      Schaut so aus. :) <3

      <3 <3 <3

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