Donnerstag, 17. September 2015

Fatal Lights

AD

Ihr Lieben, schon wieder möchte ich euch unbedingt eine Geschichte empfehlen – und zwar Fatal Lights von Marie Graßhoff, der Autorin, die neben Julia Mayer »schuld« daran ist, dass ich seit einiger Zeit darüber nachdenke, dem Selfpublishing ernsthaft eine Chance zu geben. Denn Fatal Lights ist eine selbstverlegte Kurzgeschichte, die in subtiler Verbindung zu Marie Graßhoffs Kernstaub-Trilogie steht – und obwohl ich Kernstaub aufgrund meiner unsäglichen Lesefaulheit in den letzten Monaten immer noch nicht kenne, hat diese kleine Geschichte (in Verbindung mit Marie Graßhoffs Blog, auf dem es ebenfalls zahlreiche tolle Texte zu lesen gibt) ausgereicht, um mir zu zeigen, dass diese Autorin eine wahre Wortkünstlerin ist.

Marie Graßhoffs Schreibstil ist … unglaublich. Wer mich schon ein Weilchen kennt, weiß, dass ich die Autorin Antonia Michaelis unendlich für ihren Stil bewundere. Und wer weiß, wie häufig ich über Stilpatzer in Büchern meckere, glaubt mir bestimmt, wenn ich sage: Marie Graßhoffs Stil bewundere ich ebenso sehr.

Fatal Lights hat kein professionelles Lektorat durchlaufen, liest sich aber so. Dasselbe kann ich über die ersten Seiten von Kernstaub sagen, die ich zumindest schon kenne, da ich eine wunderschöne Taschenbuch-Ausgabe des Romans besitze. Und in Kombination mit der Tatsache, dass Marie Graßhoff die Cover zu ihren Geschichten selbst gestaltet, kann ich sie einfach nur eine Allround-Künstlerin nennen, neben der ich mir vorkomme wie ein künstlerischer Einzeller.

Hier könnt ihr euch das Cover zu Fatal Lights anschauen, welches Marie mir extra für diesen Eintrag zur Verfügung gestellt hat – tausend Dank dafür!


Die Inhaltsangabe zur Kurzgeschichte, die ich von Amazon übernommen habe:

»An einigen Tagen kommt es mir vor, als bräche das Flimmern der Lichter mein Genick.«

Der Vierte Weltkrieg ist vorüber und auf einer Waldlichtung, in einer stillen Sommerhütte, fristen Ludvig und Samantha schon seit über einem Jahr ein ruhiges Leben. Ob es den Rest der Welt noch gibt, wissen sie nicht. Tag für Tag warten sie auf ein Zeichen von anderen Überlebenden. Aber Strahlung und Schadstoffe durchdringen alles und langsam läuft ihnen die Zeit davon.

»Fatal Lights« steht in hauchzarter Verbindung zum »Kernstaub«-Universum, kann aber vollkommen unabhängig davon gelesen und verstanden werden.

Und wisst ihr was? Viel mehr kann ich euch über den Inhalt gar nicht verraten, ohne furchtbar zu spoilern. Außer, dass es in dieser Kurzgeschichte um eine problematische, spannungsgeladene und doch innige zwischenmenschliche Beziehung geht – und um einen schwerwiegenden Gewissenskonflikt. All das stellt Marie Graßhoff glaubhaft, berührend und sprachgewaltig dar. Diese Kurzgeschichte lässt ein viel größeres Szenario im Kopf des Lesers entstehen, als es die eigentliche Handlung aufzeigt. Man kann sie tatsächlich komplett ohne Kernstaub-Vorwissen verstehen, denn wäre das nicht so, hätte auch ich sie nicht verstanden – und doch merkt man der Geschichte an, dass sie Teil von etwas Großem ist; dass da noch viel mehr in diesem Universum schlummert, als Fatal Lights dem Leser preiszugeben bereit ist.

Ich empfehle diese Kurzgeschichte jedem, der auf der Suche nach einem kleinen Juwel ist, das man ohne viel Zeitaufwand lesen kann – und auch jedem, der Lust hat, sich in eine größere Geschichtenwelt hineinziehen zu lassen. Diesbezüglich lässt Fatal Lights dem Leser wirklich die Wahl. Wunderschön!

Kommentare:

  1. *.*

    Ich liebe Fatal Lights und das ganze Geschichtenuniversum, das dahinter steht.

    Meine Frage von Twitter ist hiermit jetzt auch beantwortet. *g*

    Und ich freu mich gerade sehr, dass du so viele Bücher magst, die mir auch gefallen - auch wenn das eigentlich keine Überraschung ist. *g* Schön ist es trotzdem. :)

    <3

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  2. @Jade: Aww, freut mich auch! :)

    Und jetzt musste ich erst mal auf Twitter gucken, welche Frage du meinst. *gg*

    <3

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