Freitag, 11. September 2015

Fassungslos

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Ich hatte gesagt, ich möchte nicht in der Öffentlichkeit breittreten, was genau bezüglich meiner Veröffentlichungen schiefgelaufen ist, ja? Ja. Das nehme ich hiermit zurück, zumindest in Bezug auf einen Punkt.

Ich habe dem Verlag von Anfang an offen gesagt, dass ich zwingend monatliche Honorarnachweise brauche. Zwingend. Nachdem ich das Honorar und die Abrechnung – zwei Monate zu spät – nun wohl endlich erhalte, wurde mir allerdings gesagt, dass es keine monatlichen Honorarnachweise gibt, und das könne ich »dem Amt ruhig auch so weitergeben.«

Ich … bin fassungslos. Und am Ende. Jeder Amokläufer auf der Welt, der von anderen Menschen in eine solche Scheiße geritten wird und dann einfach nicht mehr kann und durchdreht, hat mein Verständnis. Ich für meinen Teil bin ein zu beherrschter und verantwortungsbewusster Mensch für so etwas, keine Sorge – aber ganz ehrlich, ich kann nachvollziehen, warum es Menschen gibt, die keine andere Möglichkeit mehr sehen. All das angebliche Verständnis, all das »Wir kennen deine Situation, das kriegen wir schon hin« – und letztlich das.

Bis auf diese hier habe ich dafür keine Worte mehr.

Kommentare:

  1. Alter... das ist ja...
    Oh Mann. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Vermutlich sollte ich gar nix sagen, aber... verdammte Mistkacke, du verlangst diese Nachweise ja nicht aus Jux und Tollerei, weil du es so lustig findest. Das hätte man doch vorher erklären können, dass es eben nicht geht, dann hätte sich das Thema erledigt gehabt. Aber... man kann doch nicht erst A sagen, und dann doch B gemeint haben. Es geht hier doch um was Wichtiges.
    Ach Mann. Das ist doof :/
    Ich hoffe, dass es sich noch irgendwie klären kann. Meinen Daumen hast du.

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  2. Das, ja. o.o Ich hab von Anfang an gesagt, was ich für Nachweise brauche und warum, und DAS ist jetzt echt ... ohne Worte. Ich pack die Welt grad echt nicht mehr und frag am Montag einen Anwalt um Rat. o.o

    Vielen Dank auf jeden Fall. <3

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  3. Ich hoffe, dass du einen guten Anwalt findest. Wirklich. Das kann... das DARF nicht angehen können. Ich verstehe, dass dir da die Worte fehlen. Mir nämlich auch.

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  4. Ich ... bin sprachlos. Hat da eigentlich keiner eine Ahnung von seiner Arbeit o.o

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  5. Nun hab ich lange, lange, lange mit dem Verleger persönlich telefoniert, der versuchen wird, für die Gesamtsituation eine Lösung zu finden, nachdem ich noch mal mit meinem zuständigen Mitarbeiter gesprochen habe, was sich hinziehen kann. Ich hab ihm aber auch ehrlich gesagt, dass ich über meine Erfahrungen spreche und am Montag den Termin mit dem Anwalt habe. Künftig werde ich, wenn es um Kommunikation mit dem Verlag geht, in jedem Fall ausschließlich mit dem Verleger persönlich sprechen - was ansonsten in der Kommunikation gelaufen ist, war echt ein absolutes Fail.

    Hmpf.

    Gute Nacht. <3

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  6. Ich hab es ja vorhin auf Twitter schon gesagt - was für ein verdammter Mist. -.-
    Das sah so gut aus am Anfang und ist jetzt so den Bach runtergegangen ... es tut mir total leid, dass du so scheiß Erfahrungen gemacht hast damit jetzt. o.o

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  7. Hnnng, das ist aber mal richtig dumm gelaufen... Ich muss ja sagen, dass ich von dem Verlag und wie er sich präsentiert hat, eigentlich ganz angetan war und schon mit dem Gedanken gespielt hatte, eben dort mal was einzureichen... aber wenn die rechte Hand nicht weiß, was die linke tut, sehe ich ziemlich schwarz.

    Das tut mir echt leid, dass du ausgerechnet mit der Veröffentlichung dieses Werks (das war/ist schon sowas wie dein Baby, oder? Zumindest kam es immer so rüber...) so viel Pech hast.

    Ich drücke die Daumen, dass sich das vielleicht doch noch zur Zufriedenheit aller klärt...

    LG,
    Alex

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  8. @Jade: Irgendwie glaub ich allmählich, es soll einfach so sein. Mit der Berliner Agentur damals war es ja ganz ähnlich - da wurde mir erst wieder geantwortet, als ich mit dem Gang zum Anwalt drohte. Ist wohl einfach nicht meine Welt.


    @Alex: Hmm, komplett verteufeln will ich den Verlag jetzt nicht - falls man nicht darauf angewiesen ist, dass immer alles so läuft wie besprochen, und man einfach gern ein Buch in der Hand halten möchte, wäre es vielleicht trotzdem einen Versuch wert. Es ist alles recht chaotisch und für mich definitiv nichts mehr, aber je nachdem, was man sich wünscht, evtl. auch nicht ganz verkehrt.

    Ja, so einen Baby-Status hat SGBAS schon - einfach, weil das mein erster wirklich vorzeigbarer Roman war und weil Georg und ich gemeinsam so viel daran gearbeitet haben. Aber es war zum Glück auch nicht mein/unser letztes Projekt. :)

    Danke dir! :)

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  9. Das ist bei Verlagen leider immer so. Da kann ich ein Lied von Singen. Und selbst den jährlichen Abrechnungen und Zahlungen muss man ständig hinterherlaufen. Außerdem hat man so gut wie keinen Einblick wie sich ein Buch tatsächlich verkauft, man ist mehr oder weniger darauf angewiesen dem Verleger (oder Dienstleister, falls der Druck und Vertrieb zusätzlich auch noch vom Verlag fremdvergeben wurde) blind zu trauen.
    Andererseits kann man aber Heut zu Tage wirklich froh sein, wenn man einen Verlag findet der einem als neuer Autor eine Chance gibt. Das alles kann einem wirklich die Lust am Schreiben nehmen. Aber ich hoffe du lässt dich davon nicht abhalten. Zur Not gibt es auch noch alternative Wege ein Werk zu publizieren und reich wird man durch schreiben sowieso nicht.
    LG Grenzwandler (ja, wie der aus einem Werk von Dir, so bin ich auf deine Seite aufmerksam geworden ;) )

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  10. @Grenzwandler: Sehr cooler Name! :D Die Grenzwandler-Reihe ist leider gar nicht von mir, sondern von Lexi, einer guten Freundin von mir, wurde aber schon mehrfach hier erwähnt, da letztlich ein Gemeinschaftswerk daraus geworden ist. :)

    Uff, da sagst du was. Ich persönlich bereue den Vertragsabschluss für SGBAS inzwischen und möchte zumindest die anderen Geschichten aus diesem Universum nicht mehr verlegen lassen. Das Nachlaufen ist mir bereits jetzt zu viel.

    Liebe Grüße! :)

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