Samstag, 17. Januar 2015

»Komm, Schnullerbacke!«

GD

Hilfe! Obwohl ich es gar nicht schaue, geht die überall grassierende Dschungelcamp-Manie offenbar nicht ganz spurlos an mir vorbei.

So schleichen sich mysteriöse Begebenheiten klammheimlich in meine Träume. Beziehungsweise in meinen Traum von letzter Nacht, welcher der ausführlichste ist, an den ich mich je erinnert habe. In diesem Traum waren die beteiligten Wesen aber um ein Vielfaches putziger als im RTL-Dschungel, glaube ich, zumindest gab es keinerlei Hoden zu essen.

Ich befand mich im Traum auf einer Lichtung in einem dschungelartig anmutenden Wald und erblickte ein Eichhörnchen.

Es schaute mich kurz an, kam ein paar Schritte näher heran und buddelte. An exakt diesem Platz sah der Boden aus, als würde er aus feinem Rindenmulch bestehen. Als es knapp einen Zentimeter gegraben hatte, blickte es mich abermals an, als wollte es sagen: »Buddel doch selber weiter, ich bin doch nicht dein Horst!«

Verduzt sah ich ihm nach, bewegte mich an jene Stelle und scharrte mit den Füßen.

Und jetzt wird es wirklich strange.

Bereits nach zweimaligem Scharren brach der Untergrund auf. Zuerst erblickte ich einen Maulwurf, dessen Grabschaufeln ich in aller Deutlichkeit sehen konnte. Ich streckte die Hände nach ihm aus, um ihn hochzuheben, ein Loch mit ungefähr 30 cm Durchmesser bildete sich um ihn herum und der Maulwurf verwandelte sich in einen jungen Pfeilschwanzkrebs. Ich glaube, in diesem Moment realisierte ich, dass es ein Traum war, denn was dann geschah, entbehrte erst recht jeglicher Logik, was mir auch klar war.

Die Negativlogik von einem berechnenden Eichhörnchen, innerhalb von Sekunden wandelbarem Erdreich und einem Gestaltwandler-Maulwurf-Pfeilschwanzkrebs wurde noch von der Tatsache getoppt, dass sich in dem Loch drei Finger hoch Wasser, ein Haufen Spielzeug und ein Schnuller befanden.

Anstatt mich jedoch längerfristig über all das zu wundern, hielt ich meine Hand an den Wasserrand.

»Komm, Schnullerbacke!«, sagte ich, und der Pfeilschwanzkrebs schien Gesellschaft zu vermissen, denn er vollführte so etwas wie eine Acht um den Schnuller herum und krabbelte auf meine Hand.

An dieser Stelle endete mein Traum, was schade ist, weil die Schnullerbacke den Anschein machte, handzahm zu sein. Ich erkläre mir das Aufwachen so, dass ich durch den Knall der geborstenen Negativlogikskala geweckt wurde.

Jetzt weiß ich irgendwie gar nicht, ob dieses Erlebnis eher zum Label Reales oder Fiktives passt. Ich nehme daher einfach beides und erweitere es um das Label Träume.

Kommentare:

  1. .............. BWAH XD

    Ich träume ja auch häufig seltsames Zeug, aber SO seltsam ist es dann doch selten XD

    <3 <3 <3

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    1. Dafür redet der Poldi nie mit mir, während du immer Kopfgäste zum Plaudern hast, das gleicht das vielleicht wieder aus. ;-)

      <3 <3 <3

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  2. Nicht im Ernst! XD Das ist ja zu gut. (c:

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    1. Ich wünschte, ich könnte Ja sagen! Aber was würde Schnullerbacke dann von mir halten? ;-)

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