Freitag, 16. Januar 2015

Alle guten Dinge

GA

Gestern ist es zum dritten Mal passiert: Wir sind für den Liebster(-Blog-)Award nominiert worden, und zwar von Echolotta, auf Twitter sowohl als Echolotta als auch als Pimpernellchen zu finden.


Inzwischen haben wir unseren inneren Protest gegen solche Kettenaktionen fast komplett abgestreift – vorrangig deshalb, weil es immer so tolle Leute sind, die uns dafür nominieren. Unsere bisherigen Beiträge zum Liebster(-Blog-)Award findet ihr hier und hier.

Diesmal ist allerdings etwas neu: Wir haben endlich begriffen, was eigentlich hinter dieser Aktion steckt. Der Sinn des Ganzen ist es, weniger bekannte Blogs bekannter zu machen.

Ob das klappt? Da sind wir uns nicht ganz sicher; wir fühlen uns seit der ersten Nominierung im Oktober 2014 nicht bekannter als zuvor und unsere Statistiken sind auch nicht in die Höhe geschossen. Aber Spaß am Bloggen ist uns sowieso wichtiger als Bekanntheit, und wenn die Fragen von netten, wirklich interessierten Menschen kommen, lohnt es sich schon allein dafür.

Noch mal jemanden nominieren werden wir wie beim zweiten Mal nicht, da wir uns das beim ersten Mal schon kaum getraut haben. Viele unserer Lieblingsblogger kennen wir gar nicht näher (oder wissen, dass sie solche Challenges nicht mögen), daran hat sich nichts geändert, und wir sind feige. *gg*

Hier kommen aber unsere Antworten auf die Fragen – diesmal unabhängig voneinander aufgeschrieben statt gemeinsam (ja, es darf gelacht werden, uns ging es auch so):

1. Was denkst du über Menschen, die einen Apfel mit Stumpf und Stiel, also samt Kerngehäuse essen?

Alex: Hmm, nichts Spezielles eigentlich. Georg hat das früher relativ oft gemacht und es hat mich erstaunt, weil ich das Gehäuse im Leben nicht runterbekäme, aber sonst hatte ich dazu keine speziellen Gedanken.
Georg: Na ja, eigentlich gehöre ich auch zu dieser verschlagenen Truppe. Zumindest früher war das so.

2. Ich habe so einige Wochen meines Lebens auf der Suche nach meinem Schlüssel verbracht. Kennst du das?
Alex: Ja, gerne sogar mit selbigem in der Hand.
Georg: Ja, aber nicht von mir! Meine Mutter ist eine chronische Schlüsselverlegerin – das ging so weit, dass meine Schwester und ich ihr einen Schlüsselfinder geschenkt haben. Jedoch war das wohl eher als Scherzartikel denn als echte Hilfe gedacht; laut Produktinformation genügt ein Pfiff zum Auffinden des stählernen Gesellen, Fakt war aber, dass der Finder bei jedem höheren Geräusch durch einen nervenden Piepton auf sich aufmerksam gemacht hat.

3. Wie bekommt man unsportliche Menschen von der Couch?
Alex: Je nachdem, wie lange sie schon unsportlich sind, vielleicht mit einem Kran. *gg* (Ich möchte mich hiervon übrigens mit aller Entschiedenheit ausschließen. Ich hasse zwar Sport wie Kaugummi im Haar [außer Crosstrainerlaufen, Crosstrainerlaufen ist giga!], aber wenn ich mich nicht ausreichend bewege, weiß ich ehrlich nicht mehr weiter.)
Georg: Kein Sport (oder KG-Übungen für zu Hause) = kein Essen. Ich bin zwar auch nicht die Sportskanone schlechthin, aber ja, so was macht Alex tatsächlich mit mir.

4. Von Katzen lernen heißt: Egal, wie viel Spielzeug herum liegt, am spannendsten ist der neue Karton. Aber was genau lernt man davon?
Alex: Vielleicht, dass neue Erfahrungen wertvoller sind als Besitz. Oder dass man sich gar nicht so sehr darum kümmern muss, immer alles parat zu haben, weil das Wichtigste gar nicht so schwer zu bekommen ist, wenn man es braucht.
Georg: Keine Ahnung – von Katzenpädagogik versteh ich leider nichts (= ich bin zu faul, mir gerade wirklich tiefgreifende Gedanken zu machen).

5. Hast du eine Strategie zur Bewältigung von Angst?
Alex: Nicht wirklich, nein. Bloß weiterleben.
Georg: Wenn man immer von der schlimmstmöglichen Konsequenz ausgeht, gibt es keine Angst, nur Überraschungen. (Nein, ganz so schlimm ist es nicht, aber chronischer Pessimismus [und das Hinnehmen dessen, was passieren könnte] hilft mir manchmal schon weiter.)

6. Hast du Kollegen schon einmal einen Streich gespielt?
Alex: Ich glaube nicht, zumindest erinnere ich mich an keinen bewusst. Aber ich bin einmal minutenlang abgebrochen vor Lachen, als ein gehbehinderter Kollege im Archiv auf den Boden gefallen ist (er hat sich nicht verletzt) und wie ein Käfer mit Armen und Beinen gezappelt hat, und er schimpfte die ganze Zeit, der dritte Kollege im Bunde und ich sollten ihm hochhelfen, aber wir konnten einfach nicht, weil wir kaum Luft bekamen vor Lachen. Mit diesen beiden Kollegen haben Georg und ich während der Büroausbildung auch privat öfter mal was unternommen, und zum Käferkollegen hat Georg einmal im Halbschlaf »Ich liebe dich« gesagt. Wenn das nur auch Gregor Samsa passiert wäre!
Georg: Klassische Streiche nicht, aber Aufziehen schon. »Ohne Ö fehlt dir was!« (Im Nachhinein eingefügt: Das ging an den Käferkollegen. Warum, wird nicht verraten. *gg*)

7. Warum klingelt der Wecker immer zu früh?
Alex: Ich glaube, weil Nächte oft zu schlaflos sind. (Oder weil Menschen oft am liebsten das haben wollen, was sie nicht haben können, und das beim Weckerklingeln eben der Schlaf ist.)
Georg: Weil ich leider keine Ahnung habe, hier ein hochgestochen klingender Satz, der davon auf pompöse Weise ablenken soll: Wenn man ihn nicht vergisst zu stellen, ist man selbst schuld, wenn durch ein lieblich-romantisches Piepsen, Rattern oder sonstiges nervtötendes Getön die schlaftrunkene Nachtruhe von der Pflicht durchbrochen wird. (Äh?)

8. Was ist schlimmer als zwei Blockflöten?
Alex: ... Drei Blockflöten? (Im Nachhinein eingefügt: Dann würde in dem Fall aber das Alle-guten-Dinge-Ding nicht passen, vermutlich ist es doch etwas anderes.)
Georg: Eine Blockflöte. ^^ (Im Nachhinein eingefügt: Ich hatte recht! Hoffe ich.)

9. Was ist das früheste Erlebnis deiner Kindheit, an das du dich erinnern kannst?
Alex: Meine erste echte Erinnerung ist von massiver körperlicher Gewalt geprägt, die möchte ich hier nicht schildern. Ich gleiche das mit einer anderen Erinnerung aus: In meiner frühen Kindergartenzeit besaß ich ein helltürkisblaues T-Shirt, auf dessen Brustteil mit winzigen Perlen (außen waren sie transparent, innen türkis) ein Schmetterling gestickt war. Als ich es zum ersten Mal im Kindergarten trug, sagte meine Erzieherin zu mir, dass es überall glitzert, wo ich hinkomme. Als wenig später Kinderfest im Kindergarten war, durfte ich das T-Shirt wieder tragen und bekam Plastikbänder in fast der gleichen Farbe in die Haare gebunden. Das ist eine der schönsten Erinnerungen, die ich habe.
Georg: Da gibt’s zu viel Unerfreuliches bezüglich Chemo, an das ich mich nicht gern ausführlich erinnern möchte.

10. Kaffee oder Tee?
Alex: Kaffee am Morgen, Tee am frühen Nachmittag, Kaffee noch mal am späten Nachmittag. Komischerweise hatte ich 2012 mal eine Phase, in der ich kaum Kaffee trinken konnte und mir sogar von Tchibo-Spezialitäten schlecht wurde; die hat zum Glück aber nicht arg lange angehalten.
Georg: Beides – und viel davon!

11. Wünschst du dir was, wenn du eine Sternschnuppe siehst?
Alex: Ich hab leider noch nie eine live gesehen. Manchmal wünsch ich mir spaßeshalber aber was, wenn ich Georg eine Wimper von der Wange pflücke und er mir den Wimpernwunsch schenkt.
Georg: Nein, bzw. ich habe eigentlich noch nie eine live gesehen. Wir haben bloß manchmal den einen oder anderen Wimpernwunsch.

Kommentare:

  1. Der arme Kollege, da hatte ich ja noch richtig Glück. (c:

    Und bei Kaffee und Tee schließe ich mich an. (c:

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