Sonntag, 9. November 2014

Mehrmeer und Hohlkohl

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Mein Gehirn ist eine merkwürdige Masse. Besonders, wenn es ums Schreiben geht. 2014 war bislang schreiberisch sowieso schon eines meiner produktivsten Jahre (quantitativ zumindest *hust*), aber das manische Denkorgan liebt es, im Mehrmeer zu baden. Zurzeit habe ich gerade mal wieder so ein Dings, so einen Schreibflash. Diesmal zu Codewort: Puls – meine allererste Science-Fantasy-Geschichte, die aber auch ein paar Bizarro-Fiction-Elemente aufweist.

Die Kurzbeschreibung:
Nachdem Douglas während eines Sahara-Urlaubs verlorengegangen und zwei Tage lang hilflos umhergeirrt ist, hält er ihn zunächst für eine Fata Morgana: den hübschen jungen Mann mit der graublauen Haut, der in einer fremden Sprache zu ihm spricht, die seine dann jedoch beängstigend schnell erlernt. Doch Douglas halluziniert nicht. Su'e-Vid ist ein Außerirdischer. Ein redseliger, nervtötender Außerirdischer noch dazu – und er bringt Douglas, der ihn nach ihrer unerwarteten Rettung vorübergehend bei sich aufnimmt, unwissentlich in Gefahr. Denn Su'e-Vid trägt etwas bei sich, in dessen Besitz gleich mehrere einflussreiche Personengruppen gelangen wollen – und das sich direkt in seinem Gehirn befindet. Dieses dient ihm zugleich als Herz und gerät zunehmend durcheinander, wenn es um Douglas geht ...

Der Großteil meiner freien Zeit fließt momentan in dieses Projekt, und ich bin ... von diesen Charakteren besessen. Oh je. Unser November ist randvoll mit Arztterminen, und es kommt immer relativ merkwürdig an, wenn ich in Wartezimmern aller Art fragwürdig grinsend Notizen mache. Wie so ein Hohlkohl.

Hohlkohl, ja. Unser neues Lieblingswort.

Am Freitagabend waren Georg und ich nämlich bei NKD, um zu schauen, ob sie noch was von der schönen Weihnachtsdeko aus dem eigentlich schon abgelaufenen Prospekt haben. Das, was wir ursprünglich haben wollten, gab es zwar nicht mehr (einen LED-Deko-Baum; hier, den linken, den wollten wir hier im Wohnarbeitszimmer aufs Fensterbrett stellen, weil er so schön flach ist, lacht nicht!), aber dafür haben wir Deko-Sternchen-Hänger aus Glas in schönen Gold- und Kupfertönen gefunden. Und ein Keramikherz, das innen auch ein LED-Lämpchen hat und das wir ans Fenster hängen können.

Und ... dann noch etwas.

Georg: »Guck mal, die haben auch Duftöle.«

Ich (ein paar Schritte hinter seinem Rolli): »Was für welche?«

Georg (liest vor): »Bratapfel ... Weihnachtsgebäck ... und ... Chinakohl ...«

Ich: »Chinakohl?!«

Georg: »Äh ...«

In Wahrheit stand da Christkindl – und wir sind da im Laden (teils zur Belustigung, teils zum Missfallen der anderen Kunden) fast vor Lachen zusammengebrochen.


Man möge Georg zugutehalten, dass die Öle auf einem erhöhten Ständer drapiert waren und er keine Brille aufhatte, und dass er halt manchmal ein Hohlkohl ist.

Das, haben wir nach der Geschichte irgendwie beschlossen, ist ein sehr originelles Schimpfwort, das wir gern in den allgemeinen Sprachgebrauch integriert sehen (bzw. hören) würden. Also, macht uns eine Freude und werft ausgiebig mit dem Wort um euch. Ihr dürft natürlich mit uns anfangen!

Das Duftölset haben wir dann tatsächlich gekauft, aber der »Duft« war grausam, ganz besonders die Sorte Bratapfel. Die roch wie eine Mischung aus Febreze, Kloreiniger und viel zu süßem Parfüm – »roch«, weil wir die Öle am Samstag direkt verschenkt haben; die beste Freundin meiner Ma liebt solches Zeug. Wir selber bleiben lieber bei echtem ätherischen Öl, das wir immer auf unserem örtlichen Weihnachtsmarkt kaufen, nicht dass das Kunstzeug unsere Gehirne angreift oder so. In dem Fall wäre nämlich alles, was wir euch hier zumuten, noch um ein Vielfaches stärker ausgeprägt.

Kommentare:

  1. Wahaha! :D

    Hohlkohl ist ein cooles Wort!

    Und die Duftölanekdote ist genial! *ablach* Da wäre ich auch im Laden zusammengebrochen. :D

    Viel Erfolg beim Schreiben! :)

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