Samstag, 5. Juli 2014

Erste Schreibversuche

GD

[Heute ist »demnächst«! Was lange währt, wird endlich gepostet ...]

Meine allerersten Schreibversuche fanden bereits in der Grundschule statt. Los ging es mit einer Pumuckl-Fan Fiction (natürlich in Ermangelung des Begriffs Fan Fiction), an deren Handlung ich mich leider nicht mehr erinnern kann und die heute demnach nicht mehr existiert. Es folgten mehrere eigene »Bücher«: Hefte, die ich selbst beschrieben und mit Bildern verziert habe und die auch jeweils ein bestimmtes Thema hatten, zum Beispiel:

• Ich beobachte eine Kohlmeise

Ein Heft, in dem ich meine Beobachtungen einer in unserem Garten lebenden Kohlmeise aufgeschrieben und Bilder dazu gemalt habe:




• Mein Haustier Fridolin (aka Friedel-Buch)

Ein Heft, in dem ich alltägliche Begebenheiten im Leben meines Meerschweinchens Fridolin (genannt Friedel) beschrieb und Fotos von ihm einklebte. Leider ist das Heft in meinem Elternhaus verschollen, zwei Lieblingszitate von mir weiß ich aber noch: »Hier sitzt er vor seinem Haus und wartet auf dass ihn jemand streichelt« und »Er sieht aus wie der Herr der Winde« – beim zweiten Satz klebt ein Foto von Friedel auf dem Dach seines Hauses. Inzwischen gibt es einen Film, der Der Herr der Winde heißt, da dieser aber von 2009 ist, habe ich keine Ahnung, wie ich damals auf diese Bezeichnung gekommen bin.

• Dinosaurier und andere Wesen der Urzeit

Eigentlich selbsterklärend – geschmückt mit einigen Ungereimtheiten und Kinderfehlern, dazu mit vielen, vielen Bildern:




NEOLOGISMUS?
 
• Geschichten-Heft

Ein Sammelsurium an verschiedenen kleinen Geschichten, z.B. vom Osterhasen Osterfritz – ein Gedicht gibt es darin auch, bei diesem bin ich mir allerdings nicht mehr sicher, ob das tatsächlich von mir war oder ob es aus einem Lesebuch stammte:

 


 

Im Teenageralter ging es weiter mit Hip-Hop-Texten, die ich zusammen mit einem Freund sogar vertonte. Auch mein Gedicht Want out (entstanden in einer Biologie-Stunde ...) war ursprünglich als Songtext gedacht.


Später habe ich einige Versuche gestartet, Geschichten in Romanlänge zu schreiben, was mir regelmäßig misslang. Auch ein vergleichsweise langer Sachtext zum Thema Umweltverschmutzung und Klimaerwärmung wurde nicht fertig, da Davis Guggenheim und Al Gore mir zuvorkamen und all das zudem wesentlich gründlicher darlegten als ich. *gg*

Zuletzt versuchte ich es, was längere Texte betrifft, mit einem autobiografischen Roman, der die Zeit zwischen meinem Abitur und meiner Ausbildung zum Bürokaufmann beleuchten sollte – das war eine abgrundtief beschissene Zeit, in der ich von diversen Ämtern mehr oder weniger im Kreis herumgereicht wurde, nachdem sich meine gesundheitliche Situation massiv verschlechtert hatte und ich mein begonnenes Studium der Geowissenschaften in Tübingen abbrechen musste.

Das alles hätte ich wirklich gern schriftlich dargelegt, doch ich musste einsehen, dass das Tippen langer Texte mir einfach nicht möglich ist, zumindest nicht in einem Tempo, das mir noch erlaubt, Freude beim Schreiben zu empfinden. Das artet jedes Mal in mehr oder weniger großen Frust aus, und auch eine Spracherkennungssoftware bringt mir diesbezüglich nicht viel, da meine Aussprache meist zu verwaschen ist, um von der Software verstanden zu werden (da kamen dann z.B. geniale Sätze vom Kaliber »Wurst für die Kammer als Terror« raus *gg*).

Darauf, vorrangig Lyrik zu schreiben, bin ich nach einem von Alex’ und meinen ersten privaten Treffen gekommen. Das war im Oktober 2006; wir hatten uns nach der Berufsschule nach einigen Erledigungen auf dem Ulmer Münsterplatz getroffen und sie hatte einen Ordner mit all ihren bisherigen Gedichten dabei, die sie extra abgetippt hatte, weil ich sie lesen wollte und sie zuvor »nur« handschriftlich existierten. Daraufhin beschloss ich, es auch mal mit Poesie zu versuchen – endlich etwas, das körperlich machbar und nicht mit Frust verbunden war.

Bis auf sehr, sehr kurze Prosatexte wird es daher wohl auch in Zukunft vorrangig Gedichte von mir zu lesen geben, wenn auch nicht übermäßig häufig.

Kommentare:

  1. :) Dankeschön.

    Hach, ist doch herrlich, wenn Wörter (demnächst) noch ihre Bedeutung behalten ;) ... Versprechen gehalten, 1 setzen!

    Ich "bewundere" a) immer die Phantasie, die andere haben und b) wenn man sie auch dann noch umsetzen kann. Ich konnte auch nie so gut zeichnen - also mein Fazit: Sehr sehr kreativ. Ach ja, am herzhaftesten habe ich bei "sängt" gelacht ;) .

    Abschließend bleibt mir zu hoffen übrig, dass ihr beide noch lange weiterschreibt, und ich dass dann auch hier lesen darf.

    Ich wünsche Euch noch ein schönes Wochenende.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dankeschön zurück! :-))))

      Ja, ich war zwar wie immer langsam, aber wenn ich etwas fest ankündige, versuche ich schon mein Möglichstes, um es einzuhalten. :D

      »Sängt« war auch Alex’ Lieblingsstelle - ich berufe mich auf die kindliche und künstlerische Freiheit. *gg*

      Danke, das hoffen wir auch. :-)

      Vielen Dank und auch dir ein schönes Restwochenende!

      Löschen
  2. Huhu!
    Schön, ein paar Hintergründe zu deinen Schreibanfängen hier zu finden! Ein interessanter Einblick in deine Vergangenheit und dass du auf die Idee gekommen bist, Kurzprosa und Lyrik als Kompromiss zwischen Romanen und gar nicht schreiben zu nehmen, finde ich sehr gut! ;)
    Liebe Grüße! :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, ich denke auch, das ist besser als nichts. :-)

      Vielen Dank für deinen Kommentar und liebe Grüße zurück! :-)

      Löschen

 
Images by Freepik