Mittwoch, 23. April 2014

Der Papst von Panem

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An Ostern gab Lia mir den hilfreichen Tipp, meinen alkoholumnebelten Geisteszustand zur Erschaffung eines sinnbefreiten Blog-Eintrags zu nutzen. Ähm, also so ähnlich. Leider ist mir aber nichts Sinnbefreites eingefallen, was das Niederschreiben wert war - bis vorhin, nachdem ich diesen Post von Lexi gelesen hatte. Dieser Eintrag hat ein verheerendes Trash-Plotbunny in meinem Hirn heraufbeschworen, das ich in meinem Kommentar dazu zuerst auch noch fälschlicherweise als »Slash-Plotbunny« bezeichnete:

Papst Franziskus möchte herausfinden, wie die heutige Jugend denkt und fühlt, und um sich besser in junge Menschen hineinversetzen zu können, liest er die bei jenen überaus beliebte Buchreihe Die Tribute von Panem. Zwar wenden sich einige seiner Berater schockiert ab, doch von so etwas lässt sich der Heilige Vater nicht von seiner Mission abbringen.

Kaum hat er den ersten und den Anfang des zweiten Bandes durch, gerät Franziskus’ Gerechtigkeitssinn so sehr ins Rotieren, dass er durch seine aufgewühlten Emotionen eine fremde Macht heraufbeschwört, die ihn mitten in das Buchgeschehen hineinkatapultiert. Nach anfänglichem Schock ist Franziskus dankbar für die Chance, denn wenn er in einer seiner Ansprachen die Politik des Kapitols kritisiert, hört Präsident Snow das innerhalb des Buches schließlich nicht.

Motiviert beginnt Franziskus, Kontakte zu knüpfen, doch seine Bemühungen, die geschundene Bevölkerung Panems zum katholischen Glauben zu bekehren, um mit Gottes Hilfe eine Änderung der Verhältnisse hervorzurufen, scheitert. Davon lässt Franziskus sich aber nicht abschrecken, denn wo Menschen so sehr leiden, kann einfach kein Vertrauen erwartet werden.

Er lernt auf Umwegen Gale kennen und ist hin- und hergerissen zwischen seinem eigenen Wunsch nach Veränderung und der Sehnsucht, Gales verbitterte, rachsüchtige Seele zu retten. Außerdem treibt ihn ein anderes Problem um: Wie soll er eine Rede halten, in der er Präsident Snow öffentlich rügt, solange Panem nicht katholisch und er selbst nicht auch hier Papst ist? Franziskus bleibt keine andere Wahl, als an der Seite von Gale und den anderen in den Kampf zu ziehen ...

Ähm, ja. Sinnbefreit ist das jetzt auf jeden Fall. Und obwohl heute der Tag des Deutschen Bieres ist, bin ich absolut nüchtern, was diesen Eintrag im Grunde noch tragischer (... Pathos, bitte!) macht.

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