Freitag, 8. Februar 2013

Der Krieger der Küche: Risotto Tomate-Mozzarella mit Champignons

GD

Der Krieger der Küche ist sich seiner Schwächen bewusst. Er weiß, dass die Küche aufgrund ihrer schmalen Beschaffenheit kein idealer Platz für ihn ist. Fährt er mit dem Rollstuhl hinein, mangelt es ihm an der Möglichkeit, zu wenden. Begibt er sich auf seinen Beinen in den Raum, läuft er Gefahr, trotz der beiden Arbeitsflächen, auf die er sich stützen kann, zu straucheln und zu Boden zu stürzen.

Dennoch treibt die Gier nach Nahrung den Krieger der Küche oftmals an diesen für ihn gefahrenvollen Ort. Mit einem hilfsbereiten Lakaien an seiner Seite gelingt es ihm häufig, die Zubereitung eines warmen Gerichtes zu meistern und seine Begierde nach Essen zu stillen.

Will der Krieger der Küche ein Risotto Tomate-Mozzarella mit Champignons (für zwei bis drei Personen) zubereiten, benötigt er einen realistischen Plan. Dieser besteht im Groben aus zwei Säulen: Zutaten und Zubereitung, auch ZU & ZU genannt.

Zutaten:

- 2 Zwiebeln
- 100 Gramm Champignons in Scheiben
- 500 Milliliter Gemüsebrühe
- 150 Gramm Risottoreis
- 4 Esslöffel Tomatenmark
- 10 Kirschtomaten (geviertelt oder in Scheiben)
- 150 Gramm Mozzarella (gewürfelt oder gerieben)
- Sonnenblumenöl (oder anderes Öl nach Wahl)
- Salz
- Pfeffer
- 1 Prise Zucker

Zubereitung:

Der Krieger der Küche lässt seinen Lakaien die Zwiebeln fein würfeln, während er die vom Lakaien auf dem Herd vorbereitete Gemüsebrühe aufkocht und beaufsichtigt.

Der Lakai dünstet die Zwiebeln, die Champignons und den Risottoreis etwa fünf Minuten lang im Sonnenblumenöl. Anschließend rührt er das Tomatenmark unter und gießt ein Viertel der Gemüsebrühe auf, um das Risotto unter Rühren bei mittlerer Hitze 20 Minuten garen zu lassen.

Nach und nach wird die restliche Brühe zugegossen und mit Salz, Pfeffer und der Prise Zucker abgeschmeckt. Der Krieger der Küche hat einerseits wachsam zu beaufsichtigen, ob sein Lakai dies ordnungsgemäß erledigt, andererseits darf er es sich nicht nehmen lassen, das Risotto zwischendurch selbst zu kosten, um ganz sicherzugehen.

Gegen Ende der Kochzeit gibt der Lakai die Tomaten hinzu und rührt sie unter.

Nach 20 Minuten des Kochens hat der Risottoreis die Brühe weitgehend aufgesogen. Nun gibt der Krieger der Küche den Mozzarella hinzu, wobei er aufpassen muss, nicht mit der Hand den Topf zu berühren. Der Mozzarella wird vom Lakaien kräftig untergerührt, bis er schmilzt.


Der Krieger der Küche kann sich nun beruhigt ins Esszimmer bringen lassen, um sein Mahl zu genießen. Wenn er es schafft, schreibt er sein Erlebnis in den nächsten Tagen am Computer nieder, um andere Krieger der Küche an seinem Erfolg teilhaben zu lassen. Die Beschäftigung eines Lakaien sei jedem Krieger empfohlen, vor allem denjenigen, die keine Spülmaschine besitzen.

Zuletzt hofft der Krieger der Küche, dass Paulo Coelho ihm den kleinen Krieger-Exkurs nicht übel nimmt, sofern er je darüber stolpert, was unwahrscheinlich ist.

Kommentare:

  1. Du bist echt der selbstironischste, wundervollste Mensch, den der Lakai kennt. :D

    <3 <3 <3 <3

    AntwortenLöschen
  2. Ich führe in der Küche andere Kriege. Nicht mit dem Platzmangel - sondern eher mit meinen grausigen Kochkünsten. :D
    Bei uns kocht Daniel (fast) immer - und der ist auch so'n eher speziellerer Krieger, weil er die Küche immer wie ein Schlachtfeld verlässt.
    Ein Hoch auf eine Spülmaschine! ;)

    Ich glaube aber, dass ich Risotto Tomate-Mozzarella mit Champignons hinbekommen könnte. So mit der Anleitung. Step by step. Mit viel Fluchen. Und noch mehr Schimpfen. :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Aww, machen! <3 Unbedingt! <3

      Ist nämlich wirklich sehr, sehr lecker – und einfach. :)

      Löschen
    2. Ihr könntet es ja so machen: Daniel ist der Krieger und du der Lakai, sodass du zwar mehr Arbeit hast, aber das wachsame Auge des Kriegers den korrekten Ablauf überwacht. ;-)

      Dann kann nichts schiefgehen! :-)

      Löschen
  3. Maaah, blöd, dass ich keine Pilze mag. Ansonsten klingt das nämlich echt lecker. Aber zu der unwillkommenen Zutat müsste sich ja eine Alternative finden lassen. ^^

    Gut so, dass sich der Krieger in die Küche wagt. Und noch besser, dass er einen gut arbeitenden Lakaien hat. ;)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Champignons kannst du bedenkenlos weglassen! :-) Mengenmäßig ergibt sich dann halt ein kleiner Unterschied, aber dafür kannst du, wenn du möchtest, zum Schluss einfach mehr Tomaten dazugeben.

      Ich bin gespannt, ob du das Rezept ausprobieren wirst. :-)

      Der Lakai arbeitet wirklich erstklassig! ;-) Gestern hat er mir zudem noch Pizza Hawaii gemacht. :D

      Löschen
    2. Mjammi, anstelle einfach Tomaten nehmen ist eine tolle Idee. Und - pscht, eigentlich darf ich das ja nicht sagen - aber meine Lakaien haben auch gerade gekocht, während ich auf deine Blogeinträge (habe mich übrigens sehr gefreut, dass du dich in meinem Blog auch einmal gemeldet hast) geantwortet habe. ;D

      Löschen
    3. Wir Lakaien sind einfach praktisch! =)

      Bin schon gespannt, wie dir/euch das Risotto schmecken wird. :)

      Löschen